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Wir wur­den von den Orga­ni­sa­to­ren der Demons­tra­tion „Wir sind Gamer!“ – die Demons­tra­tion für Spiel­kul­tur – ange­fragt, vor Ort ein paar beglei­tende Takte zu spre­chen. Die Zeit ist knapp, die Demons­tra­tion fin­det bereits am (mor­gi­gen) Sams­tag ab 14 Uhr am Neu­markt statt.

Com­pu­ter­spiele ist zwar nicht das pri­märe Betä­ti­gungs­feld des CCC, doch viele von uns stam­men aus der „Gene­ra­tion C64“, in der das Pro­gram­mie­ren von Spie­len den Umgang mit der Tech­nik ver­mit­telte und als Beloh­nung einen unter­halt­sa­men Abend mit dem eige­nen krea­ti­ven Schaf­fen bescherte. Auch heute ist der spie­le­ri­sche und krea­tive Umgang mit Tech­nik die Grund­lage vie­ler Mit­wir­ker im CCC: Es besteht keine Furcht vor der Tech­nik und es wer­den Ein­satz­zwe­cke (sowohl nega­tiv als auch posi­tiv) ent­wi­ckelt, für die diese Tech­nik nicht ent­wor­fen wurde.

Wir sehen es ungern, dass digi­tale Jugend­kul­tur in das Kreuz­feuer der Poli­tik genom­men wird – ob als „Gene­ra­ti­ons­kon­flikt“ oder aus Unwis­sen bleibt zu ermit­teln. Mit der Ent­wick­lung von netz­werk­fä­hi­gen Spie­len mit hoch­auf­lö­sen­der Gra­fik vor etwa 15 Jah­ren ent­stand eine völ­lig neue Art der Frei­zeit­ge­stal­tung. Jugend­li­che ver­brach­ten gemein­sam Wochen­en­den, um sich gegen­sei­tig zu mes­sen oder als Team Auf­ga­ben zu lösen – rein digi­tal in einer vir­tu­el­len Welt. Posi­tive Effekte durch das gemein­same Spie­len las­sen sich durch­aus erken­nen, doch nur schwer mes­sen. Aber Ver­bre­cher sind Gamer nicht pauschal!

Von daher: Mor­gen erst zur Demons­tra­tion, danach zu Kaf­fee und Kuchen in den C4!

PS: Eine Bitte aus dem Aufruf:

wir möch­ten, ähn­lich wie Schüt­zen­ver­eine, mit unse­ren “Waf­fen” mar­schie­ren! bringt eure Tas­ta­tu­ren mit, die wir dann der Öffent­lich­keit prä­sen­tie­ren kön­nen. Tas­ta­tu­ren töten keine Menschen!

 / Samstag, 25. Juli 2009  >